Für die Innenputzer mussten wir ein Standrohr bei dem örtlichen Wasserversorger besorgen, denn der Wasserdruck aus dem Brunnen reichte nicht aus. Das ganze war kein Problem, wir mussten pro Tag eine kleine Gebühr und den Wasserverbrauch bezahlen. An den ersten beiden Tagen wurden die Fenster innen abgeklebt und Leisten an jeder Ecke angebracht. Ab dann wurde aus unserem Haus eine Tropfsteinhöhle. Montags bis Donnerstag wurde Raum für Raum verputzt. Das Ergebnis lässt sich sehen, bisher sind wir sehr zufrieden. Obwohl erst für Montag angekündigt wurden uns bereits Freitag die Hausanschlüsse ins Haus gelegt. Jetzt warten wir auf die Fußbodenheizung und den Estrich.
Und schneller als man gucken konnte, war dann auch die Außenamierung fertig. Vorher schaffte es unser Baubegleiter zum Glück noch, sich ein Urteil über die Qualität der Außendämmung zu bilden. Insgesamt gab es nur Kleinigkeiten und die Firma soll zufriedenstellend gearbeitet haben.
Es ist geschafft!!! Manch schlaflose Stunde hat uns die Planung der Elektrik bereitet. Wo will ich welchen Schalter, TV Zugang, Internetzugang, Steckdose hinsetzen? Das ganze will gut geplant sein...und auch Alternativlösungen wollen bedacht sein. Letztendlich haben wir uns für Folgendes entschieden:
pi mal Daumen in jeder Ecke eine Steckdose
2 Kabelschächte in der Wand für die TV Kabel
Installation einer Videosprechanlage an der Türklingel mit zwei Monitoren
LED Deckeneinbauleuchten mit geringer Einbautiefe in Bad, Dusche und Flur im Obergeschoss
diverse Wandauslasse in Kücke und Bad
Telefonanschluss in Wohn- und Arbeitszimmer
optional Satelitenanschlüsse aus Wohnzimmer, Kinderzimmer und Schlafzimmer.
Diese werden wir erst einmal nicht nutzen, da wir uns für das Entertain Paket der Telekom entschieden haben. Wir werden eine 50000 Leitung haben und gehen davon aus, dass diese ausreicht für ein ruckelfreies Bild. Auf Netzwerkkabel haben wir nun verzichtet. Die Zukunft lautet mit Sicherheit kabellos. Wir werden dann wohl powerLan verwenden.
Einer der TV Kabelschächte
Exemplarisch das Schlafzimmer mit vorinstallierten Steckdosen, Schalter, Thermostat...
Als Trockenbauer schickte uns die Firma zwei ruhige freundliche Gesellen
aus Holland. Nach den ersten Arbeiten erreichte mich morgens in der Schule per
Telefon die Hiobsbotschaft. Die in den letzten Wochen nach
Absprache mit dem Bauleiter mühevoll verlegten OSB Platten auf dem
Dachboden stören die Handwerker, da sie die Dämmung nicht angebringen
können. Nun haben sie alle Platten wieder anders gelegt und sogar
teilweise die Querverstrebungen abgeschraubt. Ich werde also in nächster
Zeit noch einmal beginnen, alles neu zu verlegen. Mann hat ja sonst nichts zu tun... Ansonsten haben die
Trockenbauer gute Arbeit geleistet (auch wenn eine Wand noch einmal
verschoben werden musste, weil die Maßen nicht stimmten).
Vorbereitung für den Trockenbau im Schlafzimmer...
... und im Kinderzimmer.
Die noch ungespachtelten Trockenbauwände im Schlafzimmer...
Es ist soweit. Nachdem das Dach ja bereits fertig gedeckt wurde, sind
nun auch Fenster und eine Bautüre eingebaut worden. Man merkt nun schon,
dass es nicht mehr so zügig ist, pünktlich zum Ende des Spätsommers. Eine Scheibe scheint einen Riss gehabt zu haben, zumindest haben wir eine Holzverkleidung in einem Fensterrahmen.
Innerhalb eines halben Tages waren die Dacharbeiten abgeschlossen. Trotz Sturmwarnung und Orkanböen, arbeiteten die Dachdecker zügig. Das Dach kann sich sehen lassen:
Plötzlich wurde es gaaanz dunkel im Haus...naja so dunkel auch wieder nicht. Wie gestern angekündigt ist es nun vorbei mit dem tollen Rundum-Ausblick. Heure waren die Dachdecker da und haben das Dach komplett in Folie eingepackt und die Dachrinnen angebracht. Anfang der nächsten Woche sollen dann die Dachpfannen gesetzt werden. Angeliefert wurden sie heute auch schon. Hatte ich schon erwähnt, dass unsere Fenster auch bereits auf Installation warten?
Treppenaufgang, links kommt das Dachflächenfenster hin
Schlafzimmer mit einem großen Fenster
Belüftungsanlage
Badezimmer, ebenfalls mit dem Entlüftungsrohr
Eingepackt, das Dachflächenfenster erkennt man schon
Vom Dach aus öffnen sich Ausblicke, die einem sonst verwehrt bleiben. Und da wir an den meisten Stellen keine Dachflächenfenster haben werden, war es heute die letzte Möglichkeit diese Ausblicke zu genießen und festzuhalten.
Da uns mittlerweile fast langweilig wurde ( ;) ), denkt man viel nach. Da fiel uns ein, dass uns in Isernhagen der Tipp gegeben wurde, die Bodenplatten für den Dachboden noch vor der Dacheindeckung oben zu deponieren und mit Hilfe des Krans durch die Dachdecker dorthin tragen zu lassen. Gesagt, getan verbrachte ich einige Recherche Stunden im Internet, um das geeigntete Material zu sichten und dann entsprechende Angebote in der Region zu erfragen. Entschieden hatten wir uns für OSB 3 Platten, das unschlagbare Angebot kam von der Firma Rubart in der verbotenen Stadt. Dort also mit Holger und seinem Hänger hin, die Platten bezahlt und ab ins Lager zum Abholen. Der Staplerfahrer teilte uns dann mit, dass die Platten gar nicht vorrätig sind. Da am nächsten Tag aber die Folie am Dach befestigt werden soll, brauchten wir nun eine Alternative. Der kompetente Herr bei Rubart ermpfahl uns Verlegeplatten, die seien mindestens genauso gut. Wir vertrauten also dem Tipp nach einem Bestätigungsanruf bei einem befreundeten Dachdecker. An der Baustelle angekommen, stellten wir fest, dass die Verlegeplatten, die mit 95cm deutlich breiter sind als die OSB Platten, gar nicht ohne weiteres durch die Dachbalken passen. Somit war die Idee, sie mit einem Kran hochzuheben gestorben, wo wir wieder bei der Langeweile wären. Also hoben Holger und ich die 28 Platten erst vom Boden übers Gerüst ins DG und von da aus auf die Dachbalken. Damit sie heute Nacht nicht nass werden, wickelten wir sie mit einer Plane ein.
Mittlerweile wurde wieder ganze Arbeit geleistet. Die Maurer haben alle Innenwände und die Dachgiebel im DG fertig gemauert, sowie die Stützen im EG entfernt. Dazu haben sie die Baustelle höchst ordentlich verlassen - überall wurde der Müll mitgenommen und es wurde sogar gefegt. TOP!
Blick vom Flur zu den Kinderzimmern
Badezimmer, links das Fenster, vor Kopf der Eingang zur Dusche
Die Dusche :)
Schlafzimmer mit Ankleidebereich und Blick in den Flur
Am 16.10. fand (mehr oder weniger) planmäßig unser Richtfest statt. Schon im Vorfeld mussten wir viel planen und organisieren, immerhin feiert man Richtfeste ja nicht sooo häufig. Nachdem wir uns entschieden hatten Verwandte, direkte Nachbarn und enge Freunde einzuladen, kamen schon einmal inklusive Partner und Nachwuchs knapp 60 Personen zusammen. Da es sich um einen Werktag handelte und der Beginn schon auf 16 Uhr datiert wurde, gingen wir davon aus, dass die Gäste den ganzen Tag und Abend über eintrudeln werden. Für das leibliche Wohl wurden Bier und alkoholfreie Getränke, ne Pulle Ramazotti und Lakritzwodka für die ganz harten besorgt und zwei große Pötte Suppe zubereitet. (Danke an die Frau Mama und Dirk)
Zwei Tage vor dem Richtfest wurde in mühevoller kreativer Kleinarbeit ein Richtkranz gezaubert (Danke an Ina und Olaf für das Überlassen des Richtkranzrohlings).
Pflanzensuche für den Richtkranz
Der Rohling ist bestückt, es fehlen nur noch bunte Kreppbänder
Am 16. lief dann alles wie am Schnürchen. Die (sehr netten) Zimmermänner hatten um 14 Uhr ihre Arbeit beendet, hatten aber kein Problem damit, noch bis zur Zeremonie um 16 Uhr zu warten. Wir nutzten die Zeit um den Rohbau mit Tischen, Bänken und Lichtquellen auszustatten und ein bisschen Partyatmosphäre zu schaffen. Nachdem wir zu unserer Beruhigung nicht aktiv eingreifen mussten (man hörte ja so allerhand Gerüchte) und wir alles von unten genießen konnten, begann der Zimmermann mit der Zeremonie:
Nachdem der offizielle Teil beendet war, wurde es eine wirklich schöne Feier, die Gäste kamen und gingen, jeder, der wollte bekam seine individuelle Führung und es wurde ein gemütliches Beisammensein. Danke an alle, die uns diesen schönen Tag ermöglicht haben.
Partygäste im Rohbau
Nur zur Vollständigkeit möchte ich euch zeigen, wie das Haus denn nun aussieht.